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Pfarrer der Gemeinde Schnabelwaid

Vor der Reformation
Der Frühmesser Johann Hofmann ist für die Jahre 1520 und 1536 bezeugt.
Er kann sehr wohl auch einige Jahre früher amtiert haben Näheres ist nicht bezeugt.

Nach der Reformation

1. Johann Schlegel wird 1590 erwähnt.
Er war vorher „zwei Jar zum Hoff als Supremus und 6 Jar zu Greussen als Schulmeister“. 1590 wurde er von Hans Friedrich von Künsberg als Pfarrherr zur Schnabelwaid angenommen, obwohl das Pfarrhaus noch nicht gebaut war. Er scheint nur Schloßpfarrer gewesen zu sein, sollte aber Gemeindepfarrer werden. Auf eigene Faust des Künsbergers war er berufen worden, der jedoch bald einsah, daß er zu weit gegangen war. So kündigte er ihm die Stellung.
Wer der eigentliche Pfarrer zum Zeitpunkt der Erhebung der Filiale zur Pfarrei war, ließ sich nicht feststellen.

2. Johann H. Helfer erscheint im Jahre 1633
Da die Einäscherung Schnabelwaids seinen Aufenthalt in diesem Jahr unmöglich machte, wurde er nach Schwarzach gebracht. Von 1633-1639 fand keine geistliche Versorgung der schwer heimgesuchten Gemeinde statt.
Seit 1636 halfen die Schloßpräceptoren (Studenten) mit Predigen aus, das im Schlosse stattfand.
3. Johann Thümbler (Thümler) 1639-1657
Er war eigentlich Pfarrer von Bronn und versah von Pegnitz aus die beiden Pfarreien Bronn und Schnabelwaid.

4. Johann Christoph Engelhardt 1657-1667
Aus der Grafschaft Mannsfeld war er auf ewig verwiesen worden. Als er in Schnabelwaid ein zweites mal heiratete, obwohl seine erste Ehe noch gültig war, wurde er aus der Gemeinde entfernt. Auf Bitten des Markgrafen Christian Ernst wurde er im Bruderkloster zu Wunsiedel aufgenommen. (Hier in Wunsiedel stiftete 1451 Siegmund Wann, ein reicher Bürger aus Eger, für 12 Biederleute, die ,in Ehren verdorben, keine Edelmänner wären und auch nicht Hofweis getrieben, ein ewiges Spital oder auch Bruderhaus, an dem die Bürger zu Wunsiedel, Eger, Hof und Bayreuth Anteil haben sollten).

5. Pfarrer Johannes Roßner 1667—1682
Im Kirchenbuch von 1667 schreibt er, nachdem er seine erste Predigt gehalten hatte“... bin hier installiret worden. Ob wohlen der antecessor ein ärgerlicher Geistl. Gewesen“. Am Tisch des Friedrich von Künsberg durfte er speisen und erhielt auch einen kleinen Teil des Zehnten. Seine Verdienste sind die Beschaffung des Altars, der haute noch steht, und ein Orgelwerklein, das 1790 und 1893 wieder ersetzt wurde.

6. Johann Abraham Gößwein 1682-1686
Er wurde in der Kirche begraben.
7. Magister Gabriel Kischwerdt 1687—1690
Am Ende eines Jahres schrieb er in die Matrikeleinträge “Deo sit gratia“.
Auf die mangelnde Fürsorge der Schnabelwaider für das Pfarrhaus bezieht sich seine Notiz “Darumb der damahlige Pfarrer kein herz zu diessen Leuthen haben können. Gott verzeihe es denen Schnabelwaidern“. Sein Grabstein steht jetzt noch hinter dem Altar.

8. Magister Samuel Cripner 1690-1696
Er ist der Vater des gleichnamigen Samuel Cripner, Professor der Gottesgelehrtheit und zugleich der morgenländischen Sprachen an der von Markgraf Friedrich errichteten Akademie in Bayreuth.

9. Magister Johann Laurentius Dieterich 1696-1701
1688 war er Feldprediger am Rhein bei der Artillerie

10. Johann Pancratius Sonntag 1701-1714
Sein Grabstein befindet sich neben dem des Pfarrers Kischwerdt.

11. Simon Haas 1714-1740
Rührend ist seine Sorge um die leibliche Ruhe seiner verstorbenen Kinder, wenn er ins Kirchenbuch schreibt :“Unter dem Taufstein liegen meine, des hiesigen Pfarrers Simon Haasens sel. drey Kinder begraben, Johann Nikolaus, Johanna Sophia, Rosina Margaret, welches zur Nachricht in das Kirchenbuch geschrieben, damit dieselben in ihrer Ruhe mögen ungestört bleiben.“

12. Magister Stepan Friedrich Jost 1740—1755

13. Georg Friedrich Moser 1755—1767
Er war berühmt wegen seiner vorzüglichen Kenntnisse in ,,Garten- und Haushaltungswirtschaft“.
Danach wurde Schnabelwaid einige Monate lang verwest.

14. Heinrich Friedrich Jost 1768—1785
Sohn des früheren Pfarrers Nr. 12

15. Johann Philipp Erb 1785-1802
1778 war er Feldprediger der amerikanischen Hilfstruppen. Dr. Julius Meyer schreibt dazu in dem Kapitel ,,Ansbacher und Bayreuther Truppen in Amerika“(4):“Am 18. Okt. 1778 kam der Rittmeister v. Dieskau von der Garde mit einem Rekrutentransport von Ansbach im Lager bei Windmühlhüll an. Auch ein Feldprediger namens Erb vom Seybothschen Regiment war dabei, der am 18. Okt. seine Einstandspredigt hielt.“
Von 1802-1805 wurde Schnabelwaid verwest, 1805-1805 durch L.E. von Ammen.

16. Dr. Georg Leonhardt Kittlinger 1805-1812
Vermutlich hielt er sich einen Vikar, da bei den Matrikeleinträgen seit 1808 seine Handschrift nicht mehr enthalten ist.

Von 1612—1814 wurde Schnabelwaid wieder verwest.

17. Andreas Peter von Berg 1814—1822

1822-1827 Verwesung durch die Pfarrverweser von Eberz, Pantzer, Gebhardt und Schneider.

18. Johann Christoph Kandler 1827-1855
Sein Nachfolger bezeichnete den späteren Professor als „eifrigen Zeugen des Evangeliums von Christo gegenüber dem Rationalismus“

19. Johannes Hörner 1854-1840
Machte sich als theologischer Schriftsteller des gemäßigten Rationalismus einen gewissen Namen.
Nach seinem Wegzug wurde die Pfarrei für kurze Zeit vom Kandidaten J. G. Thein verwest.
20. Pfarrer Christian August Elias Götz 1840-1855
Wilhelm Löhe war sein Freund, auch Pate eines seiner Kinder. Zu erwähnen sind seine Kämpfe mit dem damaligen Lehrer Heidenreich und die stürmischen Verhandlungen anläßlich der Zehntablösung. (Einem seiner Söhne, dem 1911 in München verstorbenen Professor der TH München, Wilhelm Götz, der sich auf dem Gebiet der engeren Heimatkunde einen Namen gemacht hatte, sollte 1915 am hiesigen Pfarrhaus als seiner Geburtsstätte eine Gedenktafel von einem Münchner Kreis dankbarer Verehrer errichtet werden. Der Tag der Enthüllung war schon bestimmt, da kam die Nachricht von den Angehörigen, sie wünschten nicht, daß die Gedenktafel angebracht werde, „weil Schnabelwaid zu weit entlegen sei. So unterbleib die Sache.

1855-1854 Verwesung durch den Kandidaten Franz Rennebaum.

21. Wilhelm Siegmund Meiner 1854-1862

Bis 1865 wurde Schnabelwaid verwest durch den Kandidaten Lucas aus Weidenberg und die Pfarrer der Nachbarschaft, insbesondere Vikar Förtsch aus Creußen.

22. Johann Matthäus Ferdinand Alexander Schmidt 1865—1882
Er betrieb hier auch die Ökonomie.

Bis 1885 verwest durch die Pfarrer Assum und Rödel aus Lindenhardt.

23. Wolfgang Rödel 1883-1890

Anschließend verwest durch Pfarrer Lehmann aus Creußen und Kandidat Seiß aus Hof.

24. Georg Zagel 1891-1911
Von ihm wurde ein Darlehenskassenverein gegründet, auch die Pfarrkirche ließ er renovieren.
Anschließend verwesten die Gemeinde Schnabelwaid der Kandidat Heim und Pfarrer Leuthel von Lindenhardt.

25. Friedrich Eichler 1911—1918
Er schrieb zusammen mit seinem Nachfolger die Pfarrbeschreibung von 1913. Ab 1914 war er im Krieg. 1918 fiel er als Divisionspfarrer im Westen.
Während der Heeresdienstzeit von Pfarrer Eichler betreuten die verwaiste Gemeinde die Pfarrer Harlaß und Flohr von Pegnitz, Leuthel und Peter von Lindenhardt und der Verweser Herdegan.

26. Georg Herrmann 1919-1927
Er führte die Pfarrbeschreibung von 1915 fort.

27. Bernhard Koch 1928—1937

1957 Verwesung durch den Kandidaten Oskar Ebneth.

28. Hermann Karl Reindel 1958—1948

29. Emanuel Klose 1948 – 1964

30. Dieter Knoch 1964 – 1968

31. Rainer Mischke seit 1969 - 1973

32. Pfarrer Hornfeck 1973 - 1980
Während seines Wirkens wurde die Kirche renoviert und das Gemeindehaus gebaut (1975)

Für ca. 1 Jahr wurde die Gemeinde Schnabelwaid durch Pfarrer Bacigalupo aus Lindenhardt
verwest.

33. Pfarrer Walter 1981 - 1992

1992-1993 Vertretung durch Pfr. Klaus Wende aus Lindenhardt

34. Pfarrer Wolfram von 1993 bis 2005

35. Pfarrer Thomas Bayer seit 2005

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