Um das Jahr 1000
Das Herzogtum Franken war aus dem südlichen Stück Thüringgaus und dem nördl. Teil des Herzogtums Bayern als Teil des großen ostfränkischen Reiches entstanden, das seinen Mittelpunkt in Würzburg hatte. Diese große ostfränkische Reich hatten die Frankenkönige in Gaue eingeteilt, und jedem davon einen Grafen vorgesetzt, der als Statthalter des Königs dessen Rechte wahrnehmen musste. Erst seit dem 11. Jhdt. wurde die Erblichkeit der Grafschaften allgemein üblich.
Unser heutiges Oberfranken war größtenteils dem Radenzgau zugeteilt, während die Oberpfalz zum sogenannten Nordgau zählte. Nach dem Niedergang der Babenberger Grafen im 10. Jhdt. wurde ein Teil dieser Güter vom König selbst beansprucht, ein weiteres Stück unter seine Untergebenen aufgeteilt; einen Rest dieses Erbes aber erhielt der hochangesehene Graf Berthold von Schweinfurt, Gaugraf im Radenzgau und Markgraf im Nordgau. Unter ihm werden als Mittelpunkte größerer grundherrlicher Besitzungen im Radenzgau auch Creußen ( wahrscheinlich Altencreußen ) erwähnt.
Sein Sohn, der Erbe seiner Besitztümer wurde, war Hezilo, Graf von Schweinfurt und Ammertal. Dieser bekämpfte im Bund mit dem Bruder des Königs und dem Herzog von Polen den König, da er von ihm nicht das erledigte Herzogtum Bayern erhielt. Doch wurde er bald darauf gefangengenommen und seine Stammburg in Schweinfurt zerstört; auch Creußen (Altencreußen) war genommen worden. Doch bereits 1005 wurde er wieder freigelassen und erhielt seine Eigengüter wieder zurück, von den Lehen und Reichsämtern bekam er nur den verkleinerten Nordgau wieder.
Sein Sohn Otto besaß nur Töchter, und nach seinem Tod wurde dadurch sein mächtiger Grundbesitz zersplittert, dessen Nachwirkungen man auch heute noch in der Geschichte Oberfrankens bemerken kann.
Dabei gelangte durch Erbteilung ein Teil der Herrschaft Creussens in den Besitz seiner Tochter Bertha, die mit Hermann von Habechesberg aus dem Sulzbachischen Grafenhaus verheiratet war. Da sie keine Kinder hatten, kam dieses Gebiet schließlich über seinen Bruder und dann dessen Sohn Otto, den Gründer des oberpfälzischen Klosters Kastl, an Heinrich V.
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