Alte Strassen
Die Straßenführung im Schnabelwaider Raum wird wohl nur zu geringen Teilen vor das 12. Jhdt. gelegt werden können.
Während das benachbarte Creußen als eine Art Knotenpunkt für alte Straßen erscheint, wird Schnabelwaid nur durch eine bedeutende Altstraße vor dem 12. Jhdt. berührt, der von Südwesten nach Nordosten verlaufende Weg, der, wahrscheinlich von Fürth kommend, über Gräfenberg, Pottenstein, Prüllsbirkig, am Warthberg entlang, über Kaltenthal nach Schnabelwaid gelangte und von dort aus über Tiefenthal, Birk, Fenkensees weiterlief und von hier wahrscheinlich nach Kirchenpingarten führte.
Daher dürfte es nicht abwegig sein, wenn Kröll anstelle des jetzigen Schlosses eine ehemalige Turmhügelanlage annimmt.
Eine weitere Verbindung schließt sich an die Alte Amberger Straße an, die von Lindenhard kommend, über Preunersfeld und den Ruspen vorbei Anschluß an sie findet.
Während sehr viele Altstraßen über den Kitschenrain führten, wurde der sumpfige, morastige Grund um Schnabelwaid wahrscheinlich gemieden; denn in seiner näheren Umgebung sind uns keine vor- oder frühgeschichtlichen Funde bekannt geworden.
Ein Kreuzstein, der an der Stelle, wo die Straße nach Lindenhardt den Ortsausgang erreicht, der aber heute verschwunden ist, weist auf die zweite der beiden durch Schnabelwaid führenden Altstraßen hin.

