Die Vogel‘ schen Stiftungen
Zwei Männer machten sich um die Gemeinde Schnabelwaid besonders verdient, beide tragen den gleichen Familiennamen; Vogel.
Nur mit dem Unterschied, daß der eine ins 18. Jhdt., der andere ins 20. Jhdt. gerechnet wird .
Johann Martin Vogel
wurde am 26. März 1717 in Schnabelwaid geboren.
Im Geogr.- Statist.- Topogr. Lexikon, Bd. 5 heißt es : „Martin Vogel ließ sich am Kap der Guten Hoffnung nieder, wo er sich durch Fertigung guter Würste nach deutscher (fränkischer?) Art ein sehr ansehnliches Vermögen erwarb; da er ohne Leibeserben war, so vermachte er 6000 fl fränk. der Kirche zu Schnabelwaid“ .
1790 wurde ihm ein Epitaphium für 63 Taler in der Kirche gesetzt,das aber verschwunden ist das noch vorhandene Bild Vogels deutet durch die Art seines Rahmens an, daß es ursprünglich auf einem Sockel gestanden hat, also wohl als
Überrest des Epitaphs anzusehen ist.
Als 1788 die Kirche einer gründlichen Ausbesserung unterzogen wurde, scheint die Gemeinde versucht zu haben, zur Bestreitung der Kosten einen Teil seines Legates zu
benützen.
Darauf gab Markgraf Friedrich Carl Alexander den Bescheid, daß man „nimmermehr das Vogel‘ sche Legat auf irgendeine Weise zu unlauteren kostspieligen Absichten angreifen lassen werde“.
Durch die Inflation ging seine Stiftung größtenteils verloren.
Leonhard Vogel
ist der Gründer der „Jugendstiftung“.
1923 wanderte er mit seiner Familie nach Amerika aus. Von dort aus unterstützte er seine Heimat und gründete diverse sogenannte „Jugendstiftungen“, deren Stiftungsvermögen rd. 12000€ beträgt.
So kommen jedes Jahr etwa 500€ zur Verteilung, teils an die Schule, teils an die Kirche und andere. Der Hauptzweck dieser Stiftung ist die Ausbildung der Jugendlichen in jeder Hinsicht.
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