Wasserschloss
Das Schnabelwaider Schloß wird urkundlich erstmals 1410 erwähnt, als ,,Schloß und Vesten zu der Schnabelweide“. Man kann annehmen, daß es damals eine Art Wasserburg war. Seine Entstehung dürfte bis ins 14. Jahrhundert, wenn nicht sogar noch weiter, zurückdatiert werden.
Das Schloß liegt am östlichen Ortsrand im Talgrund. Es besitzt eine persönliche Note, die es von allen Wasserschlössern des Pegnitzer Gebietes unterscheidet.
Dazu tragen der Wassergraben, der es zum großen Teil noch umgibt, und die völlig freie Lage mit einem weiten Wiesengelände als Hintergrund bei. Der Wassergraben hat eine Breite von ca. 12 m. Er scheint nicht mit Steinmauern gefüttert gewesen zu sein. Die Zufahrt erfolgt von Westen über einen aufgeschütteten Damm, in dem noch die alte Brücke stecken soll.
Die Verteidigungskraft des Schlosses scheint in der Renaissancezeit nicht unbeträchtlich gewesen zu sein. Die Möglichkeiten auf den anderen drei Flügeln lassen sich heute nicht mehr feststellen. Eine vorgelagerte Zwingeranlage könnte vielleicht eine infanteristische Verteidigung erleichtert haben, wozu ja auch der breite Ringgraben beitrug. Außerdem hatte man nach allen vier Seiten freies Schußfeld, was auch heute noch zu erkennen ist.
Wasserschloss Schnabelwaid