Handwerk und Gewerbe

Nachrichten über frühes Handwerk und Gewerbe sind nur sehr spärlich. So läßt die Badstube in der Erwähnung von 1490 auf einen Bader schließen. Auch die Braugerechtigkeit wird sehr bald erwähnt. (1542) 1642 wurde in Schnabelwaid der Kunst­maler und Goldarbeiter Johann Thünckel geboren, der unter anderen Kleinodien auch die polnische Krone gearbeitet hatte.
Im Jahre 1826 wird eine Ziegelfaktorei erwähnt.
Nach einem „Kataster der Confeßionierten fixierten Gewerbe“ werden 1826 für Schnabelwaid aufgezählt:
1 Bader, 5 Bäcker, 1 Gastwirt, 2 Häfner, 1 Schreiner, 2 Krämer, 6 Metzger, 1 Büttner,
4 Schmiede, 3 Schneider, 3 Schuster, 1 Tapezierer, 1 Bierwirt.
Das Recht der Metzger auf Ausübung ihrer Zunft wird bestritten, weil sie der Metzgerzunft nicht angehören.
Der Braukessel im Schnabelwaider Brauhaus faßt im Jahre 1826 - 36 Eimer. Es ist eine Kommunbrauerei .
Um 1894 besaß der Markt eine Farben- und Firnisfabrik, sowie eine Eisensteingrube.
Auf der Anhöhe gegen Langenreuth wurde Eisenerz, auf der Anhöhe über Schönfeld Farberde (roter Bolus) noch nach 1900 grubenmäßig abgebaut.
Bei Craimoos wurde blauer Ton zu Hafnerzwecken gegraben.
Die 6 km lange, schmalspurige Bergbahn, die zu den Bolusgruben führte und die 4 km lange Drahtseilbahn zu den Eisenerzgruben wurden 1925 wieder abgebaut. Sie endeten beide am Bahnhof. (1922 zählte man etwa über 20 Bergwerksarbeiter.)
1922 errichtete der aus Amerika zurückkehrte Georg Vogel eine Kunststeinfabrik.
Nach 1945 erlebte der Markt Schnabelwaid wieder einen wirtschaftlichen Aufschwung, wozu auch die Vertriebenen ihren Anteil beitrugen. So befinden sich heute in dem Markt eine Weberei, eine Schreinerei, um nur die. wichtigsten Betriebe zu nennen.
Viele Einwohner stehen bei der KSB in Pegnitz und der Fa. Pass in Creussen in Arbeit.

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